Spezifikationen zu Videoquelldateien und Empfehlungen

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Video CloudNew StudioExpress I, Express II, Express III, Professional, Enterprise

Brightcove empfiehlt, die folgenden Codierungsdaten für Videodateien zu verwenden, die in die Medienbibliothek hochgeladen werden:

Video Cloud unterstützt sowohl die H.264-Codierung als auch die H.263-Codierung. Im Allgemeinen wird H.264 empfohlen, da dieses Format eine höhere Qualität bietet und mehr Geräte unterstützt. Für die H.264-Videocodierung wird das AAC-Format und für die H.263-Codierung das MP3-Format verwendet.

Wenn Sie mit dem Medienmodul nicht vertraut sind, lesen Sie die Informationen unter Erste Schritte mit dem Medienmodul. Dort wird die grundlegende Funktionalität des Medienmoduls vorgestellt und dessen Start erläutert. Lesen Sie außerdem die Seite Hochladen von Videos mit dem Medienmodul, um Informationen zum Hochladen von Videos in das Medienmodul zu erhalten.

Brightcove empfiehlt, die folgenden Spezifikationen für Videodateien zu verwenden, die in die Medienbibliothek hochgeladen werden:

Codierempfehlungen für H.264

Videocodec: 
Codierung:2-Pass-H.264
Keyframe:Mindestens alle 6 Sekunden

Weitere Informationen finden Sie unter Auswählen der H.264-Codierung für Ihre Videos.

Codierempfehlungen für hohe Auflösung

Laden Sie für Videos mit hoher Auflösung die H.264-Quelldateien in Video Cloud hoch. Brightcove hat H.264-Dateien mit verschiedenen Größen und Seitenverhältnissen getestet. Bei den folgenden Fälle wird von H.264-2-Pass-Codierungen mit 16-Bit-AAC-Audio bei einer Abtastfrequenz von 44,1 kHz und einer Bitrate von 192 KBit/s ausgegangen. Die Bitraten enthalten nicht die Audiobitrate, sondern nur das Video. Im Beispiel wird Audio ausgeglichen und eine ungefähre maximale Länge des Videos für den Upload zum serverseitigen Transcodierungsservice angegeben. Handelt es sich um ein Interlacevideo, nimmt Video Cloud während der Transcodierung die Zeilenentflechtung (Deinterlacing) vor. Falls das Video nicht mit Video Cloud transcodiert wurde, sollten Sie das Deinterlacing der Videodatei vor dem Hochladen vornehmen. Zwischen Keyframes sollten maximal sechs Sekunden liegen. Die Abstände müssen jedoch nicht gleich groß sein.

Bei der ungefähren maximalen Länge werden die Audiodatenrate und die Höchstgrenze von 2 GB von Video Cloud für hochgeladene Dateien berücksichtigt.

Hinweis: Die maximale Größe für einzelne Dateien, die über das Medienmodul oder die Medien-API hochgeladen werden, beträgt 2 GB. Die maximale Größe für einzelne Dateien, die über die Batch-Bereitstellung hochgeladen werden, beträgt 50 GB. Beim beschleunigten Upload (Aspera) ist die Gesamtgröße der Dateien, die in einem einzelnen Batch hochgeladen werden, auf 65 GB beschränkt.

GrößeSeitenverhältnisEmpfohlene MindestbitrateUngefähre maximale Länge
640 x 4804:3Video mit wenig Bewegung, wie beispielsweise im Falle von TV-Sprechern, können auch mit 900 KBit/s noch gut dargestellt werden. Für eine insgesamt hohe Qualität unabhängig vom Grad der Bewegung sollten Sie mindestens 2672 KBit/s verwenden. Dies bezieht sich auch auf Quellen der Größe 720x480, die eigentlich die Größe 640x480 haben sollen, jedoch ein anderes Pixelseitenverhältnis aufweisen.Eine Videobitrate von 2672 KBit/s ermöglicht eine Länge von etwas mehr als 1,5 Stunden.
640 x 36016:9Die Videobitrate kann in fast allen Fällen auf 2132 KBit/s festgelegt werden.Beinahe zwei Stunden
1024 x 7684:3Dieses Format wird in erster Linie für Screencasts oder abgeschnittene HD-Quellen verwendet. Im Falle von Video genügen 4864 KBit/s. Bei Screencasts werden nicht so viele Daten benötigt, da sich von Frame zu Frame sehr wenig ändert. Das untere Ende ist ausreichend für 720p (entspricht 3136 KBit/s). Das ist etwas mehr als wir benötigen, allerdings empfehlen wir eine höhere Bitrate für häufigeres Keyframing. Da wir das Ghosting der Maus vermeiden wollen, werden am besten sehr viele Keyframes in gleicher Entfernung und zweimal pro Sekunde platziert (also alle 15 Frames im Falle eines Screencasts in guter Qualität). Beträgt die Bildfrequenz des Screencasts nicht 30 F/s (oder 29,97 F/s), kann die Datenrate parallel angepasst werden. Bei einem Screencast mit einer Bildfrequenz von 15 F/s beträgt die Datenrate 1568 KBit/s. Diese Bandbreite ist für Screencasts großzügig bemessen. Allerdings ist sie notwendig, um das oftmals bei Verfahren wie H.264 auftretende Ghosting und Page Tearing zu vermeiden.Etwas mehr als 50 Videominuten
1280 x 72016:9Die Datenrate für dieses Format kann z. B. bei TV-Sprechern auf 3136 KBit/s festgelegt werden. Bei etwas mehr Bewegung muss die Bitrate zum Ausgleich etwas erhöht werden. Bei wenig Bewegung, d. h., wenn sich Personen bewegen, die Kamera bzw. der Frame jedoch nicht, und bei ausreichender oder optimaler Beleuchtung, genügen 4512 KBit/s. Bei viel Bewegung oder zum Ausgleichen anderer Faktoren sind 5928 KBit/s ausreichend (mit etwas Spielraum).40 bis 45 Videominuten
1920 x 108016:9-BreitbildquelleViele HDV- und AVCHD-Kameras, auch professionelle Endgeräte, verwenden 4:3-Sensoren und strecken das Bild von 1440x1080 auf 1920x1080, um HD vorzutäuschen. Dies führt letztendlich häufig dazu, dass ein Bild in 960x540 beinahe ebenso scharf ist. Daher gibt es Empfehlungen für dieses Format bei Größen von 960x540 und 1920x1080. Laden Sie als Kompromiss 720p hoch. Die vorherigen Einstellungen für 720p treffen hier zu. Für das Format 1920x1080 ist eine Bitrate von 8024 KBit/s zur richtigen Verarbeitung von Bewegungen erforderlich. Im Falle von TV-Sprechern können ohne Probleme nur 6000 KBit/s verwendet werden, doch 8024 KBit/s ist in den meisten Fällen ideal. Das ermöglicht ein Video von etwas mehr als einer halben Stunde. Mit dem Format 960x540 können Sie ebenfalls 3136 KBit/s wie im Falle von TV-Sprechern mit 720p verwenden, sofern Sie das Format nicht vergrößern möchten und nicht viele Bewegungen vorkommen.Etwa 1 Stunde 20 Minuten bei 3136 KBit/s und etwas über eine Stunde bei 3968 KBit/s

Codierung für Mobilgerätanwendungen

H.264 stellt derzeit den besten Codierungsstandard für Mobilgerätanwendungen dar. Mobilgeräte unterstützen das H.264-Baseline-Profil. Beachten Sie neben der eigentlichen Videowiedergabemöglichkeit des Endgeräts auch die Netzwerkbedingungen und ihre Auswirkung auf die Downloadgeschwindigkeit. Wir empfehlen mindestens eine Wiedergabeversion unter 130 KBit/s für die zuverlässige Wiedergabe in mobilen Netzwerken. Die Wiedergabe sollte damit bei der Mehrzahl der Benutzer zuverlässig funktionieren und dabei die höchstmögliche Qualität liefern.

Beibehalten der Seitenverhältnisse

Beim Transcodieren der Videos durch Video Cloud werden dieselben Seitenverhältnisse wie in der Quelldatei beibehalten. Bei anamorphen Quelldateien, deren Pixel manchmal auch als „nicht quadratisch“ bezeichnet werden, erkennt und berichtigt Video Cloud dies, sodass die wiedergegebenen Videos quadratische Pixel besitzen. Dadurch wird eine ordnungsgemäße Wiedergabe auf Desktops und Mobilgeräten gewährleistet.

Videoglättung

Standardmäßig setzt Video Cloud bei allen Videos die Videoglättung ein. Wir sind der Ansicht, dass Videos mit Videoglättung ein Videoerlebnis in bester Qualität erzielen. Sie können diese Option aber auch mit einem Playerkonfigurationsparameter deaktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter Videoglättung.