Verwenden von Streaming mit variablen Bitraten mit Batch-Bereitstellung

Product
Video Cloud
Betrifft die Rollen
Publisher, Entwickler
Version
Brightcove 5
Edition
Pro, Enterprise

In diesem Dokument wird die Verwendung von Streaming mit variablen Bitraten beschrieben, wenn Sie für das Hochladen Ihrer Videos anstelle des Medienmoduls die FTP-Batch-Bereitstellung verwenden möchten. Wenn Sie Ihre Videos mittels FTP-Batch-Bereitstellung hochladen, haben Sie die gleichen Optionen wie beim Hochladen mit dem Medienmodul. Die hochzuladenden Quellvideos können in einem der für das Hochladen mit dem Medienmodul unterstützten Formate vorliegen und die Zielcodierung kann im VP6 (FLV)- oder H.264 (MP4)-Format erfolgen. Informationen zur Funktionsweise von Streaming mit variablen Bitraten finden Sie unter Streaming mit variablen Bitraten. Dieser Abschnitt enthält außerdem Informationen dazu, wie Sie Streaming mit variablen Bitraten für mit dem Medienmodul hochzuladende Mastervideodateien nutzen können, die nicht im FLV-Format vorliegen. Allgemeine Informationen zur Funktionsweise des FTP-Upload-Systems finden Sie unter Verwenden der FTP-Batch-Bereitstellung. Dieser Abschnitt enthält außerdem eine Beschreibung zur Erstellung des XML-Manifests, das die Verarbeitungsweise der Uploads durch Brightcove steuert.

Die Batch-Bereitstellung steht nur Kunden von Brightcove Pro und Enterprise zur Verfügung. Zum Heraufstufen Ihres Brightcove-Kontos nehmen Sie bitte Kontakt mit Brightcove auf, um weitere Informationen zu erhalten.

Beim Hochladen von Dateien mittels FTP-Batch-Bereitstellung können Sie wählen, ob die Dateien von Brightcove in mehrere Wiedergabeversionen für das Streaming mit variablen Bitraten transcodiert werden sollen oder ob Sie die Transcodierung selbst vornehmen möchten.

Transcodierungsoptionen mit Batch-Bereitstellung

In diesem Abschnitt werden die Optionen für das Festlegen der Transcodierung beim Hochladen von Videos mithilfe des FTP-Batch-Bereitstellungssystems beschrieben. In den asset-Tags des FTP-Batch-Bereitstellungsmanifests können Sie angeben, welche Transcodierungsoptionen auf Ihre Videos angewendet werden sollen:

Aktivierung der Transcodierung

Wenn das hochgeladene Video mithilfe des Brightcove-Moduls für die adaptive Codierung transcodiert werden soll, verwenden Sie das encode-to-Attribut im asset-Tag. So wird Ihr Video in VP6 (FLV) transcodiert:

<asset encode-to="FLV" ... > ... </asset>

So wird Ihr Video in H.264 (MP4) transcodiert:

<asset encode-to="MP4" ... > ... </asset>

Mehrere Wiedergabeversionen

Wenn aus dem hochgeladenen Video mithilfe des Brightcove-Moduls für die adaptive Codierung mehrere Wiedergabeversionen erstellt werden sollen, verwenden Sie das encode-multiple-Attribut im asset-Tag:

<asset encode-multiple="true" ... > ... </asset>

Der Standardwert lautet „false“. Wenn Sie dieses Attribut also nicht festlegen, nimmt Brightcove die Transcodierung in ein einzelnes Videoobjekt vor. Dieses Attribut muss in Verbindung mit dem encode-to-Attribut verwendet werden.

Beibehaltung des H.264-Mastervideos

Verwenden Sie das h264-preserve-as-rendition-Attribut zum Speichern einer Kopie der Originalvideodatei als Videoobjekt. Dieses Attribut muss in Verbindung mit dem encode-to-Attribut verwendet und für encode-to muss „true“ festgelegt werden. Der Standardwert für das h264-preserve-as-rendition-Attribut lautet „false“.

<asset
     encode-to="MP4" 
     encode-multiple="true" 
     h264-preserve-as-rendition="true" ... >
      ... 
</asset>

Bei der Quelldatei muss es sich um ein gültiges H.264-Video handeln. Von Brightcove werden mehrere Wiedergabeversionen der Originaldatei erstellt. Die Originaldatei wird jedoch beibehalten und als zusätzliche Wiedergabeversion verwendet. Diese Option kann nützlich sein, um die höchstmögliche Videoqualität zu erzielen.

Upload eines H.264-Videos ohne Transcodierung

Wenn Sie aus einer H.264-Masterdatei mittels FTP-Batch-Bereitstellung ein Video erstellen möchten, die Originaldatei jedoch nicht von Brightcove transcodiert werden soll und nicht mehrere Wiedergabeversionen erstellt werden sollen, verwenden Sie das h264-no-processing-Attribut. Der Standardwert für dieses Attribut lautet „false“. Wenn Sie für ein Objekt h264-no-processing="true" festlegen, können Sie für dasselbe Objekt nicht auch noch encode-to="true", encode-multiple="true" oder h264-preserve-as-rendition="true" angeben. Bei der Quelldatei muss es sich um ein gültiges H.264-Video handeln.

<asset h264-no-processing="true" ... > ... </asset>

Erstellen von eigenen Wiedergabedateien

Anstelle der Verwendung der Transcodierung von Brightcove können Sie Ihre eigenen Wiedergabeversionen des Videos erstellen und sie mittels Batch-Bereitstellung hochladen. Verwenden Sie zum Erstellen mehrerer Wiedergabeversionen eines Videos Ihre Videobearbeitungssoftware, um die Quellvideodatei mit mehreren Einstellungen zu Bitrate und Auflösung zu codieren. Erstellen Sie bis zu 10 FLV (VP6)- oder H.264 (.mp4)-Videodateien. Beachten Sie dabei die empfohlenen Spezifikationen von Brightcove. Speichern Sie jede Wiedergabeversion mit einem Dateinamen, der sowohl den Videocontent als auch die Spezifikation der Bitrate und Auflösung identifiziert.

Einrichten von Keyframes in Wiedergabedateien

Beim Wechseln der Wiedergabeversion durch den Betrachter, beispielsweise bei Auswahl des Vollbildmodus, verwendet der Brightcove-Player Keyframes, um den Punkt des Wiedergabebeginns im neuen Wiedergabemodus zu ermitteln. Jede Wiedergabedatei sollte dieselben Keyframe-Einstellungen besitzen, andernfalls können beim Wechseln während eines Streams die Abweichungen zu groß sein. Je näher die Keyframes beieinander liegen, desto besser ist der Abgleich zwischen der alten und der neuen Wiedergabeversion. Beispiel: Wenn Keyframes alle zehn Sekunden gesetzt werden, beginnt die neue Wiedergabeversion möglicherweise 20 Sekunden nach dem Punkt, den die alte Wiedergabeversion vor dem Wechsel erreicht hatte. Als allgemeine Regel sollten Keyframes für jede Sekunde festgelegt werden. Beachten Sie jedoch, dass durch das Hinzufügen von Keyframes die Datei größer wird und die Gesamtbildqualität beeinträchtigt werden kann.

Hochladen von Wiedergabeversionen mittels Batch-Bereitstellung

Nach dem Erstellen von eigenen Wiedergabedateien können Sie diese der Medienbibliothek mithilfe der Funktion zur FTP-Batch-Bereitstellung hinzufügen. Sie beschreiben jede Wiedergabeversion in einem XML-Objektelement und geben alle Wiedergabeversionen eines Videos im XML-Titelelement des Videos an.

Festlegen der Wiedergabeversionen eines Videos

Geben Sie im Batch-Bereitstellungsmanifest mithilfe des rendition-refid-Elements im title-Element des Videos mehrere Wiedergabeversionen eines FLV- oder H.264-Videos an. Verwenden Sie ein gesondertes rendition-refid-Element, um die „refid“ aller Wiedergabeversionen des Videos anzugeben. Beispiel:

<title name='MBR Title 1' refid='mbrtitle1' active='TRUE'>
    <short-description>Meine Kurzbeschreibung.</short-description>
    <rendition-refid>mbrasset1</rendition-refid>
    <rendition-refid>mbrasset2</rendition-refid>
    <rendition-refid>mbrasset3</rendition-refid>
  </title>

Festlegen eines FLV- oder H.264-Wiedergabeobjekts

Jede Wiedergabeversion wird im Batch-Bereitstellungsmanifest mithilfe des asset-XML-Elements angegeben. Beispiel:

<asset
  refid='mbrasset1'
  type='VIDEO_FULL'
  hash-code='63a1200ade617219e1bf032377b1cc85'
  size='3774585'
  filename='5000FingersOfDrT_2.flv'
  encoding-rate='160000'
  frame-width='320'
  frame-height='240'/>

Die Funktion für das Streaming mit variablen Bitraten fügt dem Objektelement die folgenden Attribute hinzu:

Attribut value
encoding-rate Bits pro Sekunde
150 KBit/s wird beispielsweise als 150000 angegeben.
frame-width Pixel
frame-height Pixel

Geben Sie „encoding-rate“ in Bits pro Sekunde an, nicht in Kilobits oder Megabits pro Sekunden. Wenn Sie für „encoding-rate“, „frame-width“ oder „frame-height“ keine Werte angeben, parst Brightcove sie aus den Metadaten der Videodatei. Werden diese Metadaten nicht gefunden, wird die Codierungsrate aus der Objektlänge und Dateigröße errechnet. Die Frame-Abmessungen werden im Player standardmäßig auf die empfohlenen Codierungswerte festgelegt.

Verwenden Sie zum Hochladen der Wiedergabeversionen den Brightcove-FTP-Server wie unter Verwenden der FTP-Batch-Bereitstellung beschrieben. Sie müssen die Wiedergabedateien hochladen, bevor Sie die XML-Manifestdatei für die Batch-Bereitstellung hochladen. Nach dem Hochladen der Wiedergabedateien und des Manifests steht das Video im Medien-Manager mit den richtigen im Manifest definierten Metadaten zur Verfügung.

Hinzufügen einer Wiedergabeversion zu einem vorhandenen Video

Verwenden Sie die Funktion zur Batch-Bereitstellung von Brightcove, um eine Wiedergabeversion zu einem vorhandenen Video hinzuzufügen. Beispiel: Sie besitzen ein Video namens FOO mit einer einzelnen Wiedergabeversion mit der Auflösung 480x360 und einer Bitrate von 512 KBit/s. Sie möchten zwei zusätzliche Wiedergabeversionen hinzufügen. Das Manifest für die Batch-Bereitstellung würde ein Element wie das Folgende enthalten:

<title name='FOO' refid='mbrtitle1' active='TRUE'>
  <short-description>Meine Kurzbeschreibung.</short-description>
  <rendition-refid>foo_210kbps</rendition-refid>
  <rendition-refid>foo_360kbps</rendition-refid>
  <rendition-refid>foo_512kbps</rendition-refid>
</title>

Ändern vorhandener Videos mit „overlay-update“

Achten Sie beim Hinzufügen von Wiedergabeversionen zu einem vorhandenen Video darauf, wie das Batch-Bereitstellungssystem die Überschreibung vorhandener Daten handhabt. Verwenden Sie das overlay-update-Attribut des Titelelements im Batch-Bereitstellungsmanifest, mit dessen Hilfe Sie nur die hinzuzufügenden Informationen ins Manifest aufnehmen können. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden des overlay-update-Attributs.

Entfernen einer Wiedergabeversion aus einem Video

Schließen Sie zum Entfernen einer Wiedergabeversion aus einem Video diese aus dem Titelelement des Videos im Batch-Manifest aus. Beispiel: Sie besitzen ein Video namens FOO mit drei Wiedergabeversionen und möchten eine der Wiedergabeversionen entfernen. Das Manifest für die Batch-Bereitstellung würde ein Element wie das Folgende enthalten:

<title name='FOO' refid='mbrtitle1' active='TRUE'>
  <short-description>Beschreibung.</short-description>
  <rendition-refid>foo_360kbps</rendition-refid>
  <rendition-refid>foo_512kbps</rendition-refid>
</title>

Dadurch wird die zuvor mit dem Video verknüpfte foo_120kbps-Wiedergabeversion entfernt. Einem Video muss immer mindestens eine Wiedergabeversion zugewiesen werden.

Löschen einer Wiedergabeversion

Für Wiedergabeversionen gelten die gleichen Regeln wie für normale Videodateiobjekte: Sie können nicht gelöscht werden, solange sie einem Video zugewiesen sind. Wiedergabeversionen werden wie alle anderen Objekte gelöscht:

<delete-asset refid='mbrasset1aa'/>
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High-Definition