Videoanleitung
Video Cloud bietet Ihnen die Möglichkeit, die Wiedergabeversionen eines Videos in Ihrer Medienbibliothek ganz einfach zu aktualisieren. Mithilfe der Funktion für die erneute Codierung können Sie alle Metadaten des vorhandenen Videos beibehalten und nur die Videodateien aktualisieren, die Betrachter sehen. Dieses Feature steht nur Video Cloud Pro- und Video Cloud Enterprise-Publishern zur Verfügung.
Sie können ein Video aktualisieren, indem Sie die in unserem System bereits vorhandene Quelldatei erneut transcodieren oder indem Sie eine neue Quelldatei zur Transcodierung bereitstellen.
Es gibt zahlreiche Gründe für die erneute Codierung Ihrer Videos, unabhängig davon, ob es sich um ein neu hochgeladenes Video handelt oder um ein Video, das sich bereits in Ihrer Video Cloud-Medienbibliothek befindet.
Vor der Einführung des Streamings mit variabler Bitrate wurden zu Video Cloud hochgeladene Videos in der Regel im VP6-Format (FLV) mit einer Gesamtbitrate von 512 kbit/s transcodiert. Dies blieb für zahlreiche Uploads die Standardwiedergabeversion. Nun steht mit dem Modul für die adaptive Codierung von Video Cloud und dem Streaming mit variabler Bitrate die Möglichkeit zur Verfügung, sowohl hochqualitative HD-Videos im H.264-Format als auch H.264-Videos mit niedriger Bitrate für Mobilgeräte bereitzustellen. Durch die erneute Codierung von Videos können Sie diese Funktionsmerkmale nicht nur für neu erstellte Videos nutzen, sondern auch für die Videos, die sich bereits in Ihrer Video Cloud-Medienbibliothek befinden.
Wenn Sie mit der Qualität der Quelldatei für ein bestimmtes Video zufrieden sind, können Sie eine erneute Codierung von dieser Quelldatei durchführen, um auch die Video Cloud-Funktionsmerkmale zu nutzen, die seit der erstmaligen Transcodierung der Quelldatei neu eingeführt wurden.
Wenn Sie bisher für ein bereits in der Video Cloud-Medienbibliothek enthaltenes Video eine andere Quelle mit höherer Qualität verwenden wollten, mussten Sie das vorhandene Video löschen und ein neues Video erstellen oder das Video selbst neu codieren und mit dem Medienmodul oder der FTP-Batch-Bereitstellung neue Wiedergabeversionen erstellen. Mit diesem Funktionsmerkmal können Sie eine bessere Ausgabequalität des Videos erzielen, ohne die Metadaten des Videos zu verlieren, während das Video Cloud-Modul für die adaptive Codierung die Transcodierung durchführt.
Außerdem gelten auch in diesem Fall alle Vorteile der Neucodierung, die unter Erneute Codierung von einer vorhandenen Quelldatei aufgelistet sind.
In dieser Version können Sie Ihre Videos mit der FTP-Batch-Bereitstellung von Video Cloud neu codieren, die nur Video Cloud Pro- und Enterprise-Publishern zur Verfügung steht. In einer zukünftigen Version soll die Neucodierung auch über die Medien-API möglich sein. Eine Einführung finden Sie unter Verwenden der FTP-Batch-Bereitstellung.
Bei Verwendung der FTP-Batch-Bereitstellung erstellen Sie eine als Manifest bezeichnete XML-Datei, die die Videos, die Sie erstellen oder ändern, ausführlich beschreibt. Unter Verwenden der FTP-Batch-Bereitstellung und FTP-Batch-Bereitstellung: Referenz für die XML-Manifestdatei finden Sie ausführliche Informationen zum Erstellen des Manifests für die FTP-Batch-Bereitstellung.
Für die erneute Codierung müssen zwei XML-Hauptelemente verwendet werden. Wenn Sie eine vorhandene Quelldatei in Ihrer Video Cloud-Medienbibliothek neu codieren, verwenden Sie das reencode-from-existing-source-Element als untergeordnetes Element des übergeordneten publisher-upload-manifest-Elements. Wenn Sie zusammen mit dem XML-Manifest eine neue Quelldatei (möglicherweise in höherer Qualität) bereitstellen, verwenden Sie das reencode-from-new-source-Element.
Bei der erneuten Codierung einer bereits in Ihrer Video Cloud-Medienbibliothek vorhandenen Quelldatei müssen Sie die Referenz-ID (refid) des Videos sowie einige Codierungsanweisungen angeben. Lesen Sie ausführliche Informationen zu den Attributen, die im reencode-from-existing-source-Element verwendet werden können.
Beispiel:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <publisher-upload-manifest publisher-id="Your-ID" preparer="Ed" report-success="TRUE"> <notify email="myemail@myemail"/> <reencode-from-existing-source title-refid="video1" encode-to="MP4" encode-multiple="TRUE" overwrite-images="TRUE" /> </publisher-upload-manifest>
Das obige Manifest löst eine erneute Codierung des Videos mit der Referenz-ID video1 aus. Als Codec wird H.264 verwendet, und es werden mehrere Wiedergabeversionen erstellt. Die Miniatur- und Videostandbilder werden während der Neucodierung erfasst und ersetzen bereits vorhandene Bilder für das Video.
Wenn Sie eine neue Videoquelldatei für die Neucodierung bereitstellen, müssen Sie nicht nur die Referenz-ID (refid) des Videos angeben, sondern auch ein asset-Element zur Identifikation der neuen Quelldatei, die Sie zusammen mit dem Manifest hochladen. Wenn Sie eine andere Videodatei verwenden, die sich bereits in Ihrer Video Cloud-Medienbibliothek befindet, können Sie die Referenz-ID dieser Videodatei zusammen mit der Referenz-ID des zu ändernden Videos angeben.
Lesen Sie ausführliche Informationen zu den Attributen, die im reencode-from-new-source-Element verwendet werden können, sowie Anleitungen zum Erstellen eines asset-Elements. Hinweis: Sie benötigen die genaue Größe (in Byte) der neuen Quelldatei und wahlweise auch eine MD5-Prüfsumme für die Datei. Weitere Informationen finden Sie unter Vorbereiten von Objekten.
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?> <publisher-upload-manifest publisher-id="Your-ID" preparer="Ed" report-success="TRUE"> <notify email="myemail@myemail"/> <asset refid="new-source-asset" type="VIDEO_FULL" encode-to="MP4" encode-multiple="true" size="1689428" hash-code="87197cf99b194a97c79b8810e58df1e8" filename='newSource.mov'/> <reencode-from-new-source title-refid="video1" new-source-refid = "new-source-asset" overwrite-images="FALSE" /> </publisher-upload-manifest>
Das obige Manifest löst eine erneute Codierung des Videos mit der Referenz-ID video1 aus. Die neue Quelle für video1 wird im selben Manifest angegeben: die Datei mit der Referenz-ID new-source-asset. Der vorgesehene Codec H.264 wird über das encode-to-Attribut des asset-Elements angegeben. Das encode-to-Attribut des asset-Elements bestimmt, ob eine oder mehrere Wiedergabeversionen erstellt werden. Die vorhandenen Miniatur- und Standbilder für das Video werden nicht ersetzt.
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<publisher-upload-manifest publisher-id="Your-ID"
preparer="Ed" report-success="TRUE">
<notify email="myemail@myemail"/>
<reencode-from-new-source
title-refid="video1"
new-source-refid = "source-asset-1"
/>
</publisher-upload-manifest>
Das obige Manifest löst eine erneute Codierung des Videos mit der Referenz-ID video1 aus. Die neue Quelle für video1 ist die Videodatei mit der Referenz-ID source-asset-1, die bereits zu Video Cloud hochgeladen wurde.
Wenn Sie die Neucodierung von einer neuen Quelldatei durchführen, die sich bereits in unserem System befindet, aber nicht im Manifest angegeben ist, wird das Video mit mehreren Wiedergabeversionen neu codiert, wobei für jede Wiedergabeversion Ihr Standardcodec verwendet wird.
Bei der Neucodierung eines Videos mit mehreren Bitraten werden die Wiedergabeversionen erst ausgetauscht, wenn alle neu codierten Wiedergabeversionen zur Verfügung stehen. Das heißt, die neuen Wiedergabeversionen werden nicht sofort bei Fertigstellung hinzugefügt. Erst wenn alle Wiedergabeversionen fertig gestellt wurden (sofern keine Fehler aufgetreten sind), werden alle bisherigen Wiedergabeversionen entfernt, und die neuen Wiedergabeversionen werden dem Video hinzugefügt. Dabei gilt das Prinzip „alles oder nichts“: Für das neu codierte Video werden entweder alle alten Wiedergabeversionen beibehalten (wenn eine der neuen Wiedergabeversionen nicht erstellt werden konnte), oder das Video verfügt anschließend nur über neue Wiedergabeversionen (wenn keine Fehler aufgetreten sind).
Wenn Sie im XML-Manifest ein Benachrichtigungselement verwenden, werden Sie von Video Cloud per E-Mail benachrichtigt, ob die Neucodierung erfolgreich war. Wurde das Video erfolgreich neu codiert, erhalten Sie eine E-Mail in der folgenden Form:
Die erneute Transcodierung für Publisher ### (Publisher-Name) des Videos ####, mit der Referenz-ID "ref-id" wurde erfolgreich abgeschlossen. Alle bisherigen Wiedergabeversionen wurden durch die neu erstellten Wiedergabeversionen ersetzt.
Wenn die Wiedergabeversionen des neu zu codierenden Videos nicht aktualisiert wurden, da eine der neuen Wiedergabeversionen nicht erstellt werden konnte, erhalten Sie eine E-Mail in der folgenden Form:
Die erneute Transcodierung für Publisher ### (Publisher-Name) des Videos ####, mit der Referenz-ID "ref-id" ist fehlgeschlagen, da mindestens eines der neuen Objekte nicht erstellt werden konnte. Das Video bleibt unverändert.
Sie erhalten eine separate E-Mail für jedes Video, das Sie neu codieren.
Es ist nicht möglich, einem Video mehrere Wiedergabeversionen nacheinander hinzuzufügen. Die Neucodierung erfolgt nach dem Prinzip „alles oder nichts“: Alle in den Transcodierungsoptionen des Publishers festgelegten Wiedergabeversionen werden erstellt, und alle vorhandenen Wiedergabeversionen werden entfernt. In einer zukünftigen Version soll die Möglichkeit bestehen, einem vorhandenen Video eine einzelne Wiedergabeversion hinzuzufügen.
Beachten Sie, dass eine Neucodierung von Videos, die Remoteobjekte umfassen, nicht möglich ist. Bei der Verwendung von Remoteobjekten werden die Videodateien nicht auf die Video Cloud-Server hochgeladen und sind daher nicht für eine Neucodierung verfügbar. Sie können ein Remoteobjekt jedoch mithilfe von reencode-from-new-source durch neue Wiedergabeversionen ersetzen:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?>
<publisher-upload-manifest report-success="TRUE" preparer="Anna" publisher-id="68221946001">
<notify email="agene@brightcove.com" />
<asset
refid="mynewsource"
type="VIDEO_FULL"
encode-to="MP4"
encode-multiple="true"
filename='mynewvideofile.mov'/>
<reencode-from-new-source
title-refid="myremotevideo"
new-source-refid = "mynewsource"
overwrite-images="True"/>
</publisher-upload-manifest>
Erfahren Sie mehr über Remoteobjekte.